Swampsoccer-WM
  Turnier
  Regeln
  WM 2009
  WM-Kader (Planung)
  Zusage
  Dingeliste
 

Spielplan

 

Tour-Ticker

 

Musikquiz zur WM 2009

 

Siegerliste

 

Reisebericht

   
  Schottland 2007
  Kader 2007
  Dingeliste
  Spielplan
  Reisebericht
  288 Bilder von Stefan
  78 Bilder von Gernot
  101 Bilder von Fidi
  335 Bilder von Simon
  154 Bilder von Jörg
   
  WM 2006
  Spielplan
  Siegerliste
  Reisebericht
   
  WM 2005
  Spielplan
  Reisebericht
  Empfang bei der Rückkehr
  Bilder
   
  Weitere Events
 

Watt-WM 2006 in Brunsbüttel

 

Soccer Masters 2006 (Indoor)

   
 
     
 
     
 

Reisebericht zur WM 2006

 
 

Pünktlich um Mitternacht trafen die dreizehn Schlammfreunde in drei Reisemobilen am Rasthof Allertal ein. Nach einer kurzen Gepäck- und Besatzungsumverteilung ging es weiter Richtung Norden. Schnell war Fehmarn erreicht und die Fähre nach Rødby bot eine kurze Verschnaufpause. Bei aufgehender Sonne ging die Fahrt weiter durch Dänemark und mit der Fähre nach Schweden.
Gestärkt durch ein gemeinsames Frühstück wurde auch das IKEA-Land flugs durchquert. Pünktlich erreichte die Schlammfreundekarawane den Fähranleger in Stockholm. Selbst hier direkt am Wasser wurde nicht von der liebsten Pausenbeschäftigung, dem Rumtängeln, gelassen.
Mit einem gesunden Groll gegen drängelnde Schweizer und sture Einweiser wurde die 'Gabriella' geentert. Frisch geduscht genossen wir das Buffet und standen auf dem Schiff den vielen Neugierigen Rede und Antwort.
Am Donnerstag verließen wir fast problemlos den rot-weißen Luxusliner und setzten unseren Weg Richtung Hyrynsalmi fort.
Im Feriendorf angekommen wurde sogleich unsere Blockhütte umgestaltet und mit Fahnen und Bannern geschmückt. In diesem hinreißenden Ambiente schmeckten die Würste von Uwes Grill noch doppelt so lecker.
Freitag morgen ging es durch eine menschen- aber nicht rentierleere Waldlandschaft zum Turnierplatz. Schon kurz nach dem Durchqueren der Arenapforte wurden wir vom Organisationsteam per Lautsprecher begrüßt. Leider hatte es seit fünf Wochen nicht mehr in Nordfinnland geregnet, so wurde die Sumpfarena nur zu einem kleinen Teil ihrem Namen gerecht.
Schnell wurden trotzdem die Fußballstiefel geschnürt und mit den Füßen verklebt. Voll Optimismus und Tatendrang scharrten einige Schlammfreunde im Geläuf. Endlich der Anpfiff zum ersten Spiel gegen den Überraschungsgegner Kangasalan Vesijuoksijat (laut Spielplan hatten wir die BurnOutBrothers erwartet) und gleich setzte es eine 0:4 Packung. Nicht wach, immer zu spät und einfach schlechter präsentierten sich die Jungs in den schwarzen Shirts. Doch es brach keine Verzweiflung aus. Die Taktik wurde geändert, die Spieler teilweise neuen Positionen zugeordnet und im zweiten Spiel sprang dann auch der notwendige 4:0 Sieg gegen Kemin Dynamo heraus. Der neue Abwehrchef Henning lenkte das Spiel aus der Defensive und vorne trafen zweimal Florian, Carsten und Jan zum ungefährdeten Erfolg.
Nun besserer Laune konnte das bunte Treiben in der Sumpfarena viel intensiver genossen werden. Zurück in Ukkohalla, unserem Turnierdomizil, das sich durch die Anreise etlicher weiterer Sumpffußballteams zu einem Olympischen Dorf entwickelt hatte, ordnete der Trainer eine individuelle Vorbereitung auf den kommenden Turniertag an. Dazu standen Grill, Sauna, See und ein paar isotonische Getränke zur Verfügung.
Nachdem am Samstag die letzten Aktiven beim Frühstück geweckt wurden, erwischten wir einen Traumstart. Jan, Carsten und Bense schossen eine beruhigende 3:0 Halbzeitführung gegen den Gruppenmitfavoriten Anu Meininki heraus. Wiederum Jan schloß dieses Klassespiel mit dem Treffer zum 4:0 ab. Jetzt hatten wir unser Schicksal wieder selbst im Griff. Hochmotiviert stellten wir uns, immer im Visier einer Kamera von SpiegelTV, auf das entscheidende Spiel gegen den zweimaligen Weltmeister RyMy Team ein. Schon nach 35 Sekunden nickte Patrick eine Flanke von Florian zum 1:0 ein. Die sehr körperbetont spielenden Gegner ließen sich aber nicht beirren und so entwickelte sich ein harter Kampf. Ein vom Torwart leicht berührter Einschuß von Eggi sorgte nicht nur für eine etwas beruhigendere 2:0 Führung, sondern auch für eine sichtbare Erhöhung des Adrinalinspiegels der Kontrahenten aus Finnland, die die eindeutige Berührung des Balles durch den Torwart nicht wahrgenommen hatten. Gegen die nun immer stärker werdenden Ex-Weltmeister wurde tapfer gegengehalten und Jo hielt mit einigen Glanzparaden das Zunull fest.
Das Minimalziel, der Einzug in die Finalrunde war erreicht. Hier ging es am Samstag abend gegen Katto-Organisaatio. Der von unseren Beobachtern gemeldete starke Sturm wurde vom gegnerischen Trainer in die Verteidigung beordert. Da wurde der Respekt vor unserer Offensivabteilung sichtbar. Aber es dauerte bis in die zehnte Minute der Verlängerung bis Carsten sein Visier auf das Tor eingestellt hatte und nach feiner Blockarbeit von Patrick zum Golden Goal einschob.
Am Abend wurde der Einzug in die nächste Runde gefeiert. Und wieder lag ein Hauch von Olympia über den Blockhütten von Ukkohalla. Schnell wurden Sprachbarrieren überwunden und es wurde das internationale Miteinander gepflegt.
Der Sonntag begann für uns, die wir uns auf dem Weg zum Titel wähnten mit einem herben Dämpfer. 1:2 hieß es nach der Partie gegen die fitten und zahlreichen Jungs von Palamon Jyry. Obgleich man gegen diese Jungs durchaus verlieren konnte, hinterließ die desolate und in der zweiten Halbzeit äußerst einseitige Schiedsrichterleistung einen faden Beigeschmack. Doch es dauerte nur eine knappe Stunde bis die gute Laune wieder Oberhand gewann und wir den staunenden Finnen ausgelassene Freude und spektakuläre Schlammakrobatik in den Spielpausen darbieten konnten. Die von uns nach dem Ausscheiden ausgewählten Patenteams errangen, nicht zuletzt durch unsere frenetischen Anfeuerungen, die Plätze eins und drei in der Naiset-Division.
Ausgestattet mit einem guten Gefühl und dem Teamspirit-Pokal für die weiteste Anreise verließen wir am Sonntag die Sumpfarena.
Nach einem ruhigeren Ausklang in einem nach der Abreise der Finnen fast ausgestorben wirkenden Olympischen Dorf, reisten wir am Montag zurück in die Heimat.